Nach der Fläche kommt der Untergrund. Ein tragfähiger, sauberer Putz braucht weniger Vorarbeit als ein Untergrund mit Rissen, Schimmel oder alten, kreidenden Farbschichten. Prüfen Sie mit einem feuchten Schwamm, ob die alte Farbe abfärbt. Wenn ja, muss sie abgewaschen oder grundiert werden, sonst hält der neue Anstrich nicht. Rechnen Sie die Zeit für Abdecken, Abkleben, Ausbessern und Trocknungsphasen mit. Diese Positionen machen oft einen größeren Anteil aus als die Farbe selbst.
Zuerst die Bestandsaufnahme. Miss die lichte Tiefe zwischen Fensterflügel und Wand, nicht die der Fensterbank insgesamt: Griffe und Dichtungen brauchen Platz zum Öffnen. Prüfe die Auflagefläche — eine dünne Kunststoffbank trägt keine Bücher, ein massiver Stein oder eine aufgedoppelte Holzplatte schon. Kontrolliere außerdem, ob unter der Fensterbank eine Heizung sitzt. Über einem Heizkörper erwärmt sich alles, was dort lagert, und empfindliche Elektronik oder Schokolade haben dort nichts zu suchen.
Ein Spiegel im Flur hat zwei Aufgaben: Er soll Licht zurückwerfen und den Raum optisch ordnen. Beides gelingt nur, wenn Größe, Höhe und Position zusammenpassen. Wer einfach das erstbeste Modell aufhängt, bekommt entweder einen grellen Lichtfleck an der Decke oder einen Spiegel, in dem man nur den eigenen Scheitel sieht. Vor dem Kauf lohnt es sich, die Wand zu messen und den Lichteinfall zu beobachten.
Kontrollieren Sie nach dem Aufhängen, ob der Spiegel an der Wand anliegt und nicht schwingt. Ein leichtes Kippeln entsteht oft durch eine unebene Wand oder zu dünne Unterlegscheiben. Unterspülen Sie die Aufhängung mit dünnen Filzstreifen, statt fester anzuziehen. Und bedenken Sie den Putzaufwand: Ein Spiegel, den man ständig abwischen muss, verliert schnell seinen Zweck. Wer diese Punkte vor dem Bohren klärt, spart sich ein zweites Loch und hat einen Flur, der heller und ruhiger wirkt.
Beim Aufbau zuerst den Rahmen an der Wand ausrichten, dann die Verbindungen setzen. Wasserwaage an jedem vertikalen Brett anlegen, nicht nur an einem. Nach dem Verschrauben alle Verbindungen nachziehen, aber nicht überdrehen, sonst reißt das Holz oder das Profil wird verformt. Die Regalböden erst nach dem Ausrichten der Ständer einlegen. Wer Bohrlöcher falsch gesetzt hat, kann sie mit Reparaturmasse schließen, aber die Tragfähigkeit steigt dadurch nicht. Im Zweifel lieber einen zusätzlichen Ständer setzen als eine Schraube mehr in die Platte drehen.
Nach der Montage lohnt ein einfacher Test: Die Tür schließen, im Flur Musik laufen lassen und im Zimmer horchen. Bleibt der Schall deutlich dumpfer, war die Dichtung wirksam. Ist er unverändert, sitzt eine Dichtung nicht richtig oder ein Spalt wurde übersehen. Eine saubere Montage mit gleichmäßigem Anpressdruck bringt mehr als mehrere übereinander geklebte Profile, die sich gegenseitig behindern.
Waagerechte Bretter tragen nur dann, wenn sie auf den Wangen aufliegen und nicht nur an der Wand verschraubt sind. Wer die Regalböden direkt in die Gipskartonplatte schraubt, erzeugt Punktlasten, die die Platte eindrücken. Besser ist eine Konstruktion, bei der die gesamte Last über die Wangen in die Ständer abgetragen wird. Bei schweren Lasten empfiehlt sich zusätzlich eine durchgehende Leiste aus Holz, die über mehrere Ständer verschraubt wird und als Auflage für die Bretter dient.
Die Befestigung entscheidet über die Tragkraft Für die Holzbretter werden zunächst die seitlichen Wangen oder senkrechten Träger an der Wand positioniert. Jede Wange muss mindestens zwei Befestigungspunkte haben, die in der Unterkonstruktion sitzen. Bei Metallprofilen eignen sich selbstbohrende Schrauben mit Feingewinde, bei Holzständern normale Holzschrauben mit ausreichender Länge. Zwischen Wand und Holz kann ein dünner Streifen doppelseitiges Klebeband oder ein Filzstreifen verhindern, dass die Bretter klappern.
Bei der Montage zählt das Gewicht, nicht die Optik. Ein großer Spiegel wiegt schnell mehr, als ein einzelner Dübel trägt. Für massive Wände genügen zwei Schrauben mit passenden Dübeln, bei Trockenbau braucht es Hohlraumdübel oder eine durchgehende Trägerplatte. Setzen Sie die Bohrlöcher immer auf gleicher Höhe an und nutzen Sie eine Wasserwaage, nicht das Augenmaß. Bei rahmenlosen Spiegeln mit Klebepads ist Vorsicht geboten: Sie halten nur auf glattem, tragfähigem Untergrund und lassen sich kaum korrigieren. Sicherer sind verdeckte Aufhänger oder eine Schiene, die das Gewicht auf mehrere Punkte verteilt.
Die richtige Höhe entscheidet über den Nutzen Für einen Flurspiegel, in dem man sich im Vorbeigehen prüft, liegt die Unterkante bei etwa 90 bis 100 Zentimetern über dem Boden, die Oberkante deutlich über Augenhöhe. So ist der ganze Oberkörper sichtbar, und der Kopf bleibt im Bild. Ein häufiger Fehler: Der Spiegel wird zu tief gehängt, weil er über einer Sitzbank hängt. Dann sieht man beim Hinausgehen nur den Bauch. Besser die Bank verschieben oder den Spiegel höher setzen. In Fluren mit hohen Decken wirkt ein hoch hängender Spiegel zusätzlich streckend, sofern die Unterkante nicht unter die halbe Raumhöhe rutscht.